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Enervatis ist hinterhältig



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Enervatis ist hinterhältig

Beitragvon stromkritiker-10 » 08.07.2014, 18:20

Am 07.05.2014 wollten wir zu Enervatis als Stromversorger wechseln. Über das Online-Stromportal von CHECK24 haben wir den entsprechenden Antrag gestellt und erhielten zwei Tage später von CHECK24 eine E-Mail, dass der Antrag am 08.05.2014 an Enervatis weitergeleitet worden sei.
Wenige Tage später erhielten wir von Enervatis per Post einen Brief "Auftragsbestätigung" mit Datum 10.05.2014 und dem Inhalt: "Glückwunsch: Sie haben alles richtig gemacht. Mit unserem Strom sparen Sie richtig Geld." Die Vertragseinzelheiten waren in einem separaten Blatt aufgeführt, alles war so, wie wir es gewünscht hatten. In dieser Auftragsbestätigung war auch zu lesen: "Der Vertrag beginnt mit dem Datum der Auftragsbestätigung."
Einige Tage später erhielten wir erneut Briefpost von Enervatis. Dieser Brief war ganz offensichtlich rückdatiert und trug das Datum 09.05.2014. Sein Inhalt war für uns betrüblich: "Gerne würden wir Sie als Kunden begrüßen. Allerdings ist es uns aus technischen Gründen nicht möglich Ihren Wechsel zu uns einzuleiten, da Sie ein Eintarifprodukt für einen Mehrtarifzähler bestellt haben." Dazu ist zu sagen, dass wir wegen unserer Nachtspeicherheizung seit Jahrzehnten einen Zweitarifzähler besitzen und die bisherigen Stromversorger sich trotz Eintarifs nie an den beiden Zählwerken gestört hatten. Die Verbrauchsmengen der beiden Zählwerke HT und NT wurden einfach addiert und mit einem Einheitspreis multipliziert.
Enervatis hat dadurch nicht nur einen bestehenden Vertrag gebrochen, sondern auch noch durch die Rückdatierung des ablehnenden Schreibens eine gewisse Hinterhältigkeit offenbart. Zudem wurde die Absage mit fadenscheinigen technischen Gründen gerechtfertigt, die gar nicht bestehen. Enervatis hat sich unrühmlich eingereiht in eine Phalanx von Billiganbietern, die Zweitarifzähler diskriminieren. Dies widerspricht meines Erachtens klar der Vorschrift des § 40 Abs. 5 des Energiewirtschaftsgesetzes, in der es heißt: "Lieferanten haben, soweit technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar, für Letztverbraucher von Elektrizität einen Tarif anzubieten, der einen Anreiz zu Energieeinsparung oder Steuerung des Energieverbrauchs setzt. Tarife im Sinne von Satz 1 sind insbesondere lastvariable oder tageszeitabhängige Tarife." Für tageszeitabhängige Messungen benötigt man einen Zweitarifzähler...
Merkwürdigerweise kenne ich weder von Seiten der Politik noch von der Bundesnetzagentur Reaktionen auf diese rechtswidrige Diskriminierungspraxis, die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der einschlägigen Stromanbieter nachzulesen ist.
stromkritiker-10
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